Nachdem vor einigen Jahren ja schon das 19-Zoll-Hinterrad im Motocross-Sport Einzug gehalten hat, so soll nun ein nur 20 Zoll großes Vorderrad für kontrolliertere Kurvenfahrt und verbesserte Traktion auf harten und trockenen Böden im Vergleich zum bisher gewohnten 21 Zöller bieten.

(stefi) Der Meinung jedenfalls ist der amtierende 250ccm Motocross-Weltmeister Mickael Pichon aus Frankreich. Nachdem der Franzose das um 2,54 cm im Durchmesser kleinere Vorderrad schon beim WM-Lauf in St. Jean d'Angely (Frankreich) erfolgreich im Qualifikationstraining einsetzte, fuhr er auch beim nächsten Lauf in Castiglione (Italien) die Pole-Position damit heraus.

Im Rennen selbst verzichtete er dann allerdings auf das mit einem speziellen Pirelli Reifen ausgerüstete Rad, zum einen aufgrund des angekündigten Schlechtwetters und zum anderen weil man noch nicht genügend getestet hat und somit nicht voraussagen kann wie sich der Reifen über eine volle Renndistanz verhält.

Die nächsten Läufe werden zeigen, ob das Rad auch einmal im Rennen eingesetzt wird und, vorausgesetzt es bewährt sich, ob sich vielleicht auch andere Teams an einen Einsatz heran wagen. Egal aber, ob sich das 20-Zoll-Vorderrad beim Motocross durchsetzen sollte oder nicht, auf die Entwicklung im Endurobereich dürfte es wahrscheinlich genau so wenig Einfluss nehmen, wie seinerzeit das 19 Zoll Hinterrad.