Ritterliche Hilfe für Salminen
Am ersten Veranstaltungstag erhielt Juha Salminen ritterliche Hilfe von seinem KTM-Teamkollegen David "Knight": der Gaststarter schob sich nämlich zwischen den Finnen und seinem schärfsten Konkurrenten dem Franzosen Jonny Aubert und verhalf Salminen so zu dringend notwendigen WM-Punkten.



Tatsache ist, dass Salminen (Bild oben) nach seinem Ausfall solche Hilfe nötig hat, denn er steht quasi mit dem Rücken zur Wand, muss alle Läufe gewinnen um sich rein rechnerisch die Chance auf einen WM-Titel zu sichern. Ein solches Ergebnis, wo er gewinnt und der WM-Führende Aubert "nur" Dritter wird, verschafft ihm allerdings etwas Luft in seiner Aufholjagd.
Dass er sich allerdings nicht alleine auf Schützenhilfe verläßt beweist, dass der KTM-Fahrer die Tageswertung in der E2-Klasse mit 46 Sekunden vor Knight und über zwei Minuten vor Yamaha-Fahrer Aubert gewonnen hatte.
In der E1-Klasse kam es auf dem teilweise nassen Grasboden der Prüfungen zu einem erstmaligen Saisonssieg des Franzosen Marc Germain auf der Yamaha. Allerdings hatte der Italiener Simone Albergoni in der vorletzten Prüfung erst einmal zu ihm aufgeschlossen und erst die allerletze Sonderprüfung, der Crosstest brachte Germain mit insgesamt 4,3 Sekunden Vorsprung den Sieg.
Dass Mike Hartmann trotz drei Strafminuten immer noch auf dem elften Tagesrang gewertet wurde, verdeutlicht, wie schwierig dieser Wettbewerb gewesen ist. Nur 15 der insgesamt 24 gestarteten Fahrer der E1-Klasse kamen überhaupt in Wertung! Der nasse feuchte Boden sorgte dafür, dass neue Spuren auch nicht lange hielten.
"Die hängenden Wiesenkurven sind überhaupt nicht mein Ding," meinte Hartmann, der 3 Wochen zuvor noch mit einer Verletzung der Bindehaut laboriert hatte.
In der E3-Klasse dominierte der Franzose Christophe Nambotin mit einem Vorsprung von einer Minute und 10 Sekunden vor dem Zweitplatzierten Sebastien Guillaume.
Marcus Kehr (Bild links) wurde erneut Fünfter, nur 3,5 Sekunden hinter Samuli Aro, der immer noch mit seiner Verletzung laboriert.
Bei den Junioren (nur 12 von 30 Fahrern in Wertung!!) belegte Bert Meyer einen hervorragenden elften Tagesrang.  

Die Streckenführung war absolut WM-würdig, mit knappen Etappen und mit so anspruchsvollen Passagen, das am Ende des ersten Tages gerade einmal die Hälfte der gestarteten Fahrer das Ziel in Wertung erreichte!

Ergebnisse

E1
E2
E3
EJ