Tag der Revanche

An diesem Tag sollte sich das Blatt wieder drehen - und zwar in allen Klassen:

Wer den Ehrgeiz von Mika Ahola kennt, wusste, dass sich der Finne nicht mit dem dritten Platz des ersten Fahrtages in der E1-Klasse zufrieden geben würde: "Nach den Vergaserproblemen am ersten Tag, lief mein Motorrad diesmal perfekt. Ich hatte zwar einen heftigen Crash im Extremtest, aber die anderen Fahrer machten auch Fehler. Natürlich denke ich schon an den WM-Titel, ich denke schon seit Schweden (dem ersten Lauf daran). Ich habe zwar Vorsprung, aber der reicht nicht um es leicht angehen zu lassen: Schon beim nächsten Lauf muss ich wieder Vollgas geben."
Allerdings kam Ahola zu Gute, dass der zunächst erneut dominierende Marc Germain einen Sturz hatte, der ihn auf den dritten Platz zurückwarf.
Der Deutsche Mike Hartmann (Bild links)kam diesmal auf dem etwas trockneren Untergrund besser zurecht und beendete den Lauf erneut mit Rang 9 vor seinem WM-Rivalen Curvalle. Doch in der Meisterschaft rutschte er trotzdem einen Platz zurück, weil Tom Sagar seinen Heim-GP nutzte und sich mit zwei fünften Plätzen nach vorne kämpfte.

In der E2-Klasse schlug Jonny Aubert zurück: "Als ich sah, dass die Strecke ein wenig trockener wurde, lief es auch bei mir gleich viel besser. Ich bin froh, dass ich sowohl Salminen, als auch Knight schlagen konnte."
Ein Altmeister konnte sich auf heimischen Boden und wohl auch unter heimischen Bedingungen in Szene setzen: Paul Edmondson auf der Suzuki holte sich zum zweiten Mal den vierten Tagesrang

Erneut in Führung der E3-Klasse liegend blieb Christophe Nambotin in einer Prüfung hängen und fiel weit zurück. Doch der Franzose kämpfte sich erneut nach vorne - sogar noch auf den vierten Platz vor Marcus Kehr (im Bild rechts). Der wiederum lag gerade einmal 17 (!) Sekunden hinter dem erstplatzierten Sebastien Guillaume auf dem fünften Platz und 33 Sekunden vor dem sechstplatzierten Samuli Aro, der noch mehr unter seiner Verletzung leidet, als er nach außen hin zugibt.
von Platz 1 bis Platz 5 nur 17 Sekunden, das zeigt wie eng es in dieser Klasse zugeht - und schließlich hat Kehr nicht umsonst zwei Sonderprüfungs-Bestzeiten gefahren. Unter anderen Umständen wäre er mit diesem Ergebnis sicher auf dem Podium gelandet, dabei hatte er selbst einige Fehler gemacht: "Im Endurotest die Spur nicht getroffen, den Hang runter gefahren und wieder hochgekommen - das alleine waren schon mal 10 Sekunden," ärgerte er sich anschließend.
Doch offensichtlich war es den anderen Fahrern auch nicht besser ergangen.

BMW-Junior Bert Meyer schlug sich an beiden Tagen wacker ins Ziel (Platz 11 und 15): "Das es nicht besser lief, lag eindeutig an mir, die Technik hat einfach problemlos funktioniert."

Ergebnisse

E1
E2
E3
EJ