Im Regen zu Meisterehren

Nachdem in der großen Klasse ja bereits der Weltmeister mit David Knight fest stand, haben sich beim letzten Lauf in Frankreich nun auch die restlichen Klassen entschieden. Die Strecke hatte es, ebenfalls Frankreich typisch, wieder in sich. Zwar ging es euch einige Kilometer über Asphalt, doch der Geländeanteil überwog, und die Schwierigkeiten waren einem WM Lauf würdig. Leider regnete es an beiden Tagen wie aus Eimern, von kurzen Unterbrechungen einmal abgesehen. Am Sonntag wurde der Kurs jedoch fast unfahrbar, so dass sich der Veranstalter gezwungen sah auf 2 Runden zu verkürzen.
Vorbildlich war ebenfalls die Organisation, so wurde auf zu große Gefahren sofort reagiert und Teile heraus genommen oder Umfahrungen eingerichtet. Glücklicher weise waren auch genügend Marschalls auf der Strecke um den Fahrern eventuell helfen zu können. Im Sonnenschein würde dieses Rennen jedenfalls lange in Erinnerung bleiben.
Ivan Cervantes wird Weltmeister
(Text und Bilder von Annalisa Valente und Ingo Riedl)

Enduro 1
Das war das Wochenende von Bartosz Oblucki aus Polen. Durch den Regen war er mit seinem leichten Motorrad deutlich im Vorteil. Das schwere Gelände tat sein übriges dazu. Am Samstag stritt er sich einige Zeit mit Simone Albergoni herum, doch konnte er sich dann letztlich durch setzten. Hoch motiviert ging er dann das Rennen am Sonntag an. Er stürzte an der Durchgangskontrolle mit dem Kopf in die Steine, und lag unglücklicher weise auch noch auf einem Weidezaun auf dem Strom war. Nach einigen Stromschlägen konnte er sich aber dann befreien. Albergoni, der am Samstag noch zweiter wurde, lag am Sonntag auch nicht schlecht im Rennen. Doch im letzten Endurotest versenkte er seine Honda in einem Schlammloch. Er benötigte 10 Helfer um sein Bike zu befreien, aber eben auch 20 Minuten. Durch die Zeitüberschreitung war er natürlich aus der Wertung. Damit war der Weg frei für Ivan Cervantes. Ihm hätte auch ein 11.Rang zum Titel gereicht, doch er war sehr vorsichtig. Er sagte: „Man ist erst Weltmeister wenn man im Ziel ist. Dafür kann zu viel passieren um locker zu fahren“. Er beendete den Tag aber als 4. und wiederholte seinen Erfolg vom Vorjahr. Weltmeister der kleinen Klasse! Mike Hartmann hatte einige Probleme auf der Strecke, lag aber über den Tag sehr gut im Klassement. Erst im letzten Endurotest fuhren sich einige vor ihm fest und versperrten ihm den Weg. Da es an der Auffahrt keinen anderen Weg gab musste er warten bis wieder frei war. Dadurch rutschte er dann leider auf Rang 12. zurück. Am Sonntag konnte er dann aus technischen Gründen nicht an den Start gehen.



Enduro 2

Die spannendste Klasse des Jahres ist jetzt auch endlich entschieden. Jonny Aubert verletzte sich gleich am Samstag morgen im Extremtest. An ein Weiterfahren war nicht zu denken, und erst recht nicht an einen weiteren Start am Sonntag. Er muss am Montag erst einmal zum Röntgen nach Paris, um sicher zu stellen das nichts gebrochen ist. Damit war der erste Kontrahent aus dem Rennen. Teamkollege Stefan Merriman hatte im Crosstest viele Probleme und verschenkte eine gute Platzierung, leider damit auch seine letzte Chance die Entscheidung erst am Sonntag zu fällen. Sonntags lief es dann besser bei ihm, da ja nichts mehr drückte. Er belegte noch einmal Rang 2. Letzter im Bunde derer die Aro noch stoppen konnten war Mika Ahola, doch auch bei ihm war die Nervösität größer als erwartet. Er war völlig verkrampft am Samstag uns spürte den Druck unbedingt gewinnen zu müssen. Bei ihm kam dann auch keine Freude beim fahren auf weshalb er dann nur auf Rang 3 ankam. Am Sonntag, als alles entschieden war, klappte es dann wieder sehr gut bei ihm, und er gewann dann sogar den Tag. Samuli Aro spürte ebenfalls den Druck. Speziell nach dem er in der Slowakei ja an beiden Fahrtagen gepatzt hatte, wusste er was alles noch schief gehen konnte. Er kam aber am Samstag am besten mit der Situation zurecht, bleib finnisch Cool und gewann den Tag mit 8 Sekunden Vorsprung. Auch er wiederholte damit seinen Vorjahreserfolg in der WM, und auch KTM gelang damit die Neuauflage aller Titel in der Meisterschaft, wenn auch nicht mehr so einfach wie im vergangenen Jahr.


Weltmeister David KnightEnduro 3
In der großen Klasse stand mit David Knight (Bild links) ja bereits vor dem Wochenende der Weltmeister fest. Es ging hier nur noch darum ob er in der Saison ungeschlagen bleibt oder nicht. Wie sollte es anders sein, er blieb es natürlich. Das schaffte vor ihm nur der Finne Juha Salminen, der ja im nächsten Jahr in die WM zurück kehrt. Sebastien Guillaume blieb an beiden Tagen nur der zweite Platz, den er auch in der WM einnahm. Marko Tarkkala musste am Samstag, seinem Geburtstag, sogar Bjorne Carlsson ziehen lassen. Ihm war zum heulen zumute nachdem er sein Bike im Parc Ferme abgestellt hatte. Am zweiten Tag lief es zwar wieder besser, doch hatte er sich für den Endstand doch etwas mehr vorgestellt. Zurück im Geschehen war auch wieder Anders Eriksson. Er hatte sich natürlich eines der schwersten Rennen des Jahres für seine Rückkehr ausgesucht, war aber überglücklich an beiden Fahrtagen ins Ziel gekommen zu sein.




Marcus Kehr

Marcus Kehr (Bild oben) hatte am Samstag mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen. Zuerst lief das Öl aus seiner Gabel aus, und unglücklicher weise natürlich über die Bremse. Dann gingen die Reifenhalter zu Bruch, was einen sich drehenden Hinterreifen zur Folge hatte. Als er dann im letzten Crosstest auch noch stürzte war es mit einer guten Platzierung ganz zu ende, denn er büßte zwei Plätze ein. Am Sonntag griff er aber erneut an und kämpfte sich durch den verregneten Tag. Mit dem 5. Rang war er dann recht zufrieden und wird im kommenden Jahr dann mit der Nummer 5 in der WM an



SprungErgebnisse 1. Fahrtag:

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Ergebnisse 2. Fahrtag:

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WM-Endstand nach 16 Tagen:

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