Diese Rückkehr zu den Ursprüngen geht jedoch einher mit zeitgemäßen und innovativen Verbesserungen. Damit unterstreichen wir unseren Wunsch, den Wettbewerbsgedanken zu fördern und Teilnehmern wie Zuschauern noch mehr Emotionen zu bieten. Denn wie immer ist die Dakar über das eigentliche Rennen und die sportliche Leistung hinaus auch ein einzig-artiges menschliches Erlebnis im Herzen eines wunderbaren, unberührten Kontinents: Afrika! Für alle teilnehmenden Amateure, die hier Seite an Seite mit Stars und Spitzenathleten im Einsatz sind, geht die Erfüllung eines Traums einher mit dem intensiven Erleben und Hinauswachsen über sich selbst. Auch das erklärt, warum der ?Dakar-Virus? jedes Jahr weiter um sich greift...

Auf sportlicher Seite untersuchen wir derzeit verschiedene Neuerungen, die wir dann im Oktober vorstellen werden. Zwei Ansätze, die derzeit geprüft werden, sind das Verbot von Systemen zur automatischen Reifendruckabsenkung für Allradautos und neue Regeln zur Startreihenfolge bei den Motorrädern.

Aber greifen wir den Dingen nicht vor! Wir werden beizeiten auf die Einzelheiten eingehen. Heute nur soviel: Als Ergebnis der Arbeit unserer Teams bereits im vergangenen Jahr können wir für 2004 eine selektive und hochinteressante Route versprechen, auf der auch alle Dakar-Neulinge die Chance haben, ihrerseits in die Geschichte der Rallye einzugehen.


DIE STRECKE


Die Rallye wird am 1. Januar in Frankreich gestartet und zügig durch Spanien fahren, um bereits am 3. Januar in Marokko anzulanden. Auf dem afrikanischen Kontinent geht es zu-nächst über wunderschöne, aber selektive marokkanische Pisten, wo jeder sich an den Rallye-Rhythmus gewöhnen kann. Dann gilt es, bis nach Dakar die unterschiedlichsten Schwierig-keiten und natürlichen Hindernisse zu überwinden: zuerst die mauretanische Wüste, wo die Navigation so diffizil ist wie die Querung der unzähligen Dünenketten. Dann Mali mit den zahllosen, kleinen Sahelpisten, wo vor allem das Fahrkönnen ausgespielt werden kann. Und schließlich die senegalesische Savanne bis ans Ufer des Lac Rose. Verglichen mit 2003 wird die Telefónica Dakar 2004 längere Etappen mit vielen Geländeschwierigkeiten und viel Navigation beinhalten. Die Ausdauer wird damit ? vor allem bei den Amateuren ? zu den entscheidenden Kriterien zählen. Und wer es weit bringen will (nämlich bis nach Dakar), der sollte es verstehen, sein Material schonend einzusetzen...

 Start: 1. Januar 2004
 3 Tage Europa
 Prolog (1. Januar) und 1. Sonderprüfung (2. Januar) in Frankreich
 2. Sonderprüfung (3. Januar) in Spanien
 4 afrikanische Länder (Marokko, Mauretanien, Mali und Senegal)
 16 Sonderprüfungen, davon 2 in Europa und 14 in Afrika
 2 Marathonetappen (ohne Service)
 1 Ruhetag

Die sportliche Seite der Dakar


Die Besonderheiten dieser Rallye und der technische Fortschritt, den die Hersteller beim Aufbau immer leistungsfähigerer Fahrzeuge erzielen, erfordern eine ständige Anpassung der Reglements, damit die für jeden Wettkampf auf hohem Niveau unabdingbare sportliche Gesinnung und Chancengleichheit erhalten bleiben.

Nachstehende Informationen geben einen groben Überblick über unsere diesbezüglichen Planungen für 2004. Ziel dabei ist eine erneute Verbesserung der Sicherheit, noch mehr Ausgeglichenheit zwischen Profis und Amateuren und mehr Transparenz in den Reglements.

Die Endversion der entsprechenden Texte wird in Abstimmung mit den großen Teams, die bei der Telefónica Dakar engagiert sind, bis Ende Juni abgeschlossen.

Reglements


MOTORRÄDER


Zugelassene Kategorien:

Zur Beschränkung der Spitzengeschwindigkeit der hubraumstarken Maschinen, Ein-führung eines Luftmengenbegrenzers (Air Restrictor) bei allen Motorrädern über 450 cm³ Hubraum.

Zur Aufwertung der einzelnen Kategorien und Marken werden die Gruppen und Klassen wie folgt neu definiert:

GRUPPE 1: PRODUCTION
Klassen
1.1 ? 0 bis 250 cm³
1.2 ? 251 bis 450 cm³
1.3 ? über 450 cm³

GRUPPE 2: SUPERPRODUCTION
Klassen
2.1 ? 0 bis 250 cm³
2.2 ? 251 bis 450 cm³
2.3 ? über 450 cm³


Zur Aufwertung der neuen Kategorie ?450? werden im Ziel höhere Preise (Geldprämien) vergeben.

Startreihenfolge

Um die Spannung und das sportliche Interesse des Motorradrennens zu erhöhen, untersucht die A.S.O. verschiedene Optionen, so insbesondere eine Änderung der Regeln für die Startreihenfolge. Ab der ersten Sonderprüfung in Afrika soll danach die Startreihenfolge für die jeweils ersten Drei der Vortagesetappe so geändert werden, dass diese ? so der derzeitige Stand der Überlegungen ? ihre Startposition für die folgende Etappe frei wählen können. Sie müssten sich jeweils beim abendlichen Briefing festlegen. Die Startreihenfolge der anderen Teilnehmer bliebe unverändert, d. h. Startposition entsprechend der Wertung der Vortages-etappe mit Ausnahme der drei bereits von den Führenden beanspruchten Positionen.

NEU FÜR ALLE KATEGORIEN


Telefon


Die meisten Teilnehmer haben bereits ein Telefon mitgeführt. Nun wird es für alle zur Pflicht, um die Sicherheit und im Problemfall die Kommunikation mit der Organisation zu verbessern.

Marathonetappen


Wie im vergangenen Jahr zwei Marathonetappen ohne Service. Wenn die Gegebenheiten vor Ort es zulassen, werden die Fahrzeuge hier darüber hinaus in einen Parc Fermé gestellt, d. h. dass keinerlei Service möglich ist.

Team-Manager


Für die Teams, die eine offizielle Marke vertreten und mehrere Fahrzeuge ins Rennen schicken, untersuchen wir die Möglichkeit, einen Vertreter pro Marke mit dem Flugzeug ins jeweilige Etappenziel zu transportieren, wobei die entsprechende Person keinesfalls Mechanikeraufgaben übernehmen darf.

Dakar-Training


Die A.S.O. plant den Aufbau eines Dakar-Trainings in Form von Fahrkursen (ein Wochenende in Frankreich oder mehrere Tage in Marokko unter Rallyebedingungen). Diese Trainings sollen sich an Rallye-Neulinge wenden und ihnen Tricks und Tipps für dieses außergewöhnliche Rennen nahe bringen ? von der Sponsorensuche über die Navigation, Kenntnisse über die durchfahrenen Länder und Fahrtechnik im Auto wie auf dem Motorrad bis hin zum Aufbau der körperlichen Fitness.