Das Rennen prägte starke Hitze und große Staubentwicklung. Juan Roma sagte dazu: ?An jeder Kurve lauert ein schwerer Unfall. Die Leistung der Zweizylinder ist hier nutzlos?. Den harten Bedingungen fielen fast die Hälfte der Teilnehmer zum Opfer. Von den 59 gestarteten Motorradfahrern erreichten gerade 32 das Ziel. Nach Stürzen aus dem Rennen waren unter anderem der Norwegische Privatfahrer Pal Anders Ullevalseter (5. bei der Tunesienrallye 2003) und der Franzose David Casteu, der bei der Tunesienrallye 2003 die Klasse bis 450 ccm gewonnen hatte.

Eine bemerkenswertes Resultat erzielte der österreichische Motorrad-Newcomer Achim Mörtl. Der Kärntner konnte bereits bei der Tunesienrallye den 14. Gesamtrang belegen und zwei WM-Punkte einheimsen. Dieses Resultat wiederholte er nun in Marokko. Der frühere Auto-Rallyefahrer war mit der Saison 2003 aufs Zweirad umgestiegen, weil ihm ein Hauptsponsor weggefallen war. Seine geringe Motorraderfahrung kompensiert der Kärntner Rennfahrer durch Professionalität, Erfahrung und gutes Auge für die Strecke. Mörtl dazu: ?Dieses Ergebnis in Marokko hat für mich einen höheren Stellenwert als das bei der Tunesienrallye. Diesmal sind weniger renommierte Pilote ausgefallen, ich hatte also stärkere Konkurrenz. Meine intensive Vorbereitung hat sich also ausgezahlt.?

Mörtl plant, die gesamte Rallye-WM-Läufe zu absolvieren und danach zu entscheiden, ob er bei dieser Sportart bleiben wird. Die deutschsprachige Rallyeszene kann sich einen erfolgreichen Profifahrer nur wünschen.